Nordbayerisches Jugendblasorchester - Discographie

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Discographie - Daemonia



Daemonia

Aufnahme: Bad Königshofen,
Saal der Frankentherme , 1. - 3.3.2006

Tontechnik und -schnitt: Phillip Heck,
Bauer Studios, Ludwigsburg
Aufnahmeleitung: Philipp Heck, Thorsten Reinau

Dirigenten:
Prof. Johann Mösenbichler
(Daemonia, Hymnus, Fanfare, Vorspiel Et Choral)
Ernst Oestreicher
(Lord of the Dance, Cool Cat, Just meeting you,
Celtic Suite, Song of Qiang Nationaltity)
Cover Daemonia

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Inhalt:
1. Fanfare, Vorspiel & Choral Peter B. Smith
Daemonia Erland M. Freudenthaler
    2. Gula (Völlerei)
    3. Luxuria (Unkeuschheit)
    4. Avaritia (Habsucht)
    5. Ira (Zorn)
    6. Tristitia (Trüsinn)
    7. Acedia (Faulheit)
    8. Gloria (Ruhmsucht)
    9. Superbia (Stolz)
Celtic Suite Peter B. Smith
    10. Walzer
    11. Lament
    12. Jig
13. Song of Qiang Nationality
 
Qu Chenjiu
Solist: Rüdiger Arlt, Klarinette
14. Hymnus
    nach dem 6. Satz der 3. Sinfonie
Gustav Mahler
arr. Peter Fister
15. Just meeting you
 
 
Jörgen Welander
arr. Reinhard Summerer
Solist: Ruthard Göpfert, Tuba
Symphonic Suite from „The Lord of the Dance“
 
Ronan Hardiman
arr. Daniel Heuschen
    16. Nightmare Solisten: Manfred Weth, Bariton
    Andreas Neubauer, Bariton
    Christian Libera, Flügelhorn
    Vroni Schniske-Falk, Englischhorn
    17. Suil a Ruin
    18. Breakout
    19. Lament
    20. Victory
21. Cool Cat
 
 
Jörgen Welander
arr. Reinhard Summerer
Solist: Ruthard Göpfert, Tuba

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ein paar Worte zur CD ...

Peter B. Smith
Fanfare, Vorspiel und Choral
Das Werk entstand 1986 für ein Gemeinschaftskonzert verschiedener Blasorchester an einem Sonntagmorgen. Aufgrund nur weniger gemeinsamer Proben sollte das Stück nicht zu schwierig sein. Außerdem enthält es - als sakralen Bezug - den Choral „Großer Gott wir loben Dich“.

Nach einer blechdominierten Fanfare folgt ein cantilenes Andante Vorspiel, welches schließlich zu dem bekannten Choral „Großer Gott wir loben Dich“ überleitet, der die Komposition majestätisch beendet.


Erland M. Freudenthaler
Daemonia
Werkbeschreibung des Komponisten: Die Todsünden gehen auf Evagrius Ponticus zurück, einen Mönch des 4. Jahrhunderts n. Chr. Er hatte auf kirchliche Ehren verzichtet und sich in die Einsamkeit der Wüste zurückgezogen. Dort beschrieb er die „acht Gedanken oder Dämonen“, die einen Mönch heimsuchen können: Gula, Luxuria, Avaritia, Ira, Tristitia, Acedia, Gloria und Superbia. Zu Deutsch: Völlerei, Unkeuschheit, Habsucht, Zorn, Trübsinn, Faulheit, Ruhmsucht und Stolz.

Im späten 6. Jahrhundert nahm Papst Gregor die Vorstellung der „acht Dämonen“ auf, reduzierte sie auf die mystische Zahl sieben, indem er „Ruhmsucht“ und „Stolz“ zu „Hochmut“ sowie „Traurigkeit“ und „Faulheit“ zu „Trägheit“ zusammenfasste und den „Neid“ hinzufügte. Die so entstandene Reihe der sieben Todsünden machte er nun auch für gewöhnliche Gläubige zu einer Art Kanon.

Ich wollte allerdings keine religiös motivierte Komposition schreiben. Daher habe ich die ursprünglichen acht Sünden in meinen Miniaturen für Blasorchester ausgedeutet. (Ein Mönch und ein Komponist haben manches gemeinsam. Die Gefahren der genannten „Dämonen“ sind mir also durchaus bekannt...)

Wie bei einigen Werken zuvor, habe ich auch diesmal wieder für die Materialfindung das Alphabet unter die chromatische Tonleiter gelegt.

Man kann bei dieser Methode sehr gut Wörter „vertonen“: Man braucht dazu nur die Buchstabenfolge als Tonfolge ablesen. Bei den „8 Dämonen“ ergeben sich folgende Motive:

Mir ist das musikalische Grundmaterial (die Tonfolge, ein Motiv, eine Reihe etc.) relativ egal. Ich lasse mich außerdem gerne überraschen, welche Tonfolgen sich ergeben. Was man damit anschließend macht, ist für mich viel interessanter. Dennoch: Weil manche Buchstaben in den 8 Wörtern öfters vorkommen (z.B. enden alle Wörter mit Buchstaben „A“, also Ton „c“). ergibt sich eine interessante Geschlossenheit und Beziehung der Motive untereinander.

Die Oboe verbindet mit ihrem Dauer-Kammerton „a“ die 8 Stücke. (So, als wären die Sünden – die „schmutzige Wäsche“ – an einer Wäscheleine aufgehängt...) Die Tempobezeichnungen sind eher Charakterbezeichnungen und sind daher dem Interpreten überlassen.

Der Komponist
Der Linzer Erland M. Freudenthaler, Jahrgang 1963, zählt mittlerweile zu den etablierten österreichischen Komponisten und Dirigenten der jüngeren Generation. Er arbeitet und lebt mit seiner Familie in Linz/Oberösterreich.
Seine Studien in Klavier, Dirigieren und Komposition absolvierte er in Linz und an der University of Michigan/USA.
Zu seinen wichtigsten Lehrern zählt er u.a. den Oberösterreicher Gunter Waldek sowie den US-Amerikaner William Albright.
Der Träger mehrerer Preise und Auszeichnungen ist Professor für Theorie und Komposition, unterrichtet Tonsatz und „Freie Improvisation“ und ist seit 2001 Leiter des Instituts für Künstlerische Basisstudien (KBS) an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz.
Seine Werkliste umfasst an die 100 Werke aus allen Sparten. Der Schwerpunkt seines bisherigen Schaffens liegt auf verschiedene Besetzungen von Kammermusik, Chor- und Gesangsensemblemusik sowie Werke für symphonisches Blasorchester.
Das Gründungsmitglied des Vokalensembles StandArt, welches sich ganz der Musik der Moderne verschrieben hat, ist als Dirigent ebenfalls auf die Aufführung Neuer Musik spezialisiert.

Kompositorisch lässt sich Freudenthaler kaum einordnen. Er versucht, wie er selbst sagt, „nach jedem Werk als nächstes etwas ganz anderes zu machen“: Die Programmzeitung „Brucknerhaus Heute“ fasste das 1994 so zusammen:
„Stilistisch vielfältig, versucht Freudenthaler auch durchaus unterhaltenden Musiksprachen Raum zu geben. Neben Dodekaphonie und serieller Technik, neben Minimal Music und Freitonalität finden Sich immer wieder U-Musik-inspirierte Passagen in einigen Werken. Seine breit gefächerte Ausbildung und die vielfältigen Interessensgebiete geben ihm die Möglichkeit, sich nicht an einem engen Kunstbegriff zu orientieren, sondern ständig weiterzusuchen, auszuprobieren, und zu originellen, überraschenden Ergebnissen zu gelangen.“


Peter B. Smith
Celtic Suite
Walzer; Lament; Jig
Eine keltische Suite in drei Sätzen: der Walzer im 3/4- und S/4-Rhythmus spiegelt keltische Lebensfreude; der zweite Satz verkörpert die tiefe und nachdenkliche Melancholie eines Trauergesanges. Die Suite endet mit einer lebendigen und stürmischen Jig.

Qu Chenjiu
Song of Qiang Nationality
Der chinesische Komponist Qu Chenjiu schuf mit seinem Werk „Song of Qiang Nationality“ ein beeindruckendes Werk für Soloklarinette und sinfonisches Blasorchester.
Der Volksstamm der Qiang umfasst eine Bevölkerungszahl von ca. 198.000 Menschen und lebt in der Provinz Sichuang (Volksrepublik China). Die gesprochene Sprache entspricht der chinesisch-tibetanischen Sprache. Eine geschriebene Sprache existiert nicht. Die Qiang leben in den Bergregionen vor allem von der Landwirtschaft. Außerdem sind die Qiang Meister in der Herstellung der traditionellen chinesischen Medizin.


Gustav Mahler, arr. Peter Fister
Hymnus
nach dem 6. Satz der 3. Sinfonie
Gustav Mahler (1860 - 1911) komponierte seine 3. Sinfonie zwischen den Jahren 1893 - 1896. Der sechste Satz wurde 1897 in Berlin zum ersten Mal von Felix Weingartner aufgeführt. Der Satz trägt die Bezeichnung Langsam, Ruhevoll und eignet sich sehr gut als Fassung für das sinfonische Blasorchester.


Jörgen Welander, arr. Reinhard Summerer
Just meeting you
Eine ruhige und gefühlvolle Ballade für Solo-Tuba und Blasorchester.
Der Komponist Jörgen Welander (*1966) wurde in Schweden geboren, lebt seit vielen Jahren in Deutschland und ist als freiberuflicher Tubist und E-Bassist tätig. Nach seinem Studium an der Musikhochschule in Freiburg setzte er seine Karriere als erfolgreicher Jazzmusiker fort.
Er gehört zu den wenigen Tubisten in Deutschland, der die Tuba professionell in den populären Stilrichtungen einsetzt.


Ronan Hardiman, arr. Daniel Heusehen
Symphonie Suite from „The Lord of the Danee“
Nightmare; Suil a Ruif1; Breakout; Lament; Victory
Das irische Tanzspektakel „The Lord of the Dance“ feiert schon seit Jahren überwältigende Bühnenerfolge. Hier wird mit großem Tanz-Ensemble, faszinierendem Licht-Design und spannender Choreografie eine alte irische Legende vom Kampf der guten gegen die bösen Mächte nacherzählt. Die Geschichte der magischen Flöte, die durch ihren mystischen Klang und ihre wunderschönen Melodien das Leben erweckt ...


Jörgen Welander, arr. Reinhard Summerer
Cool Cat
Eine optimistische Funky-Komposition in der etwas ungewöhnlichen Kombination von Tuba und Blasorchester, die dem Solisten viel Spielraum zu eigener Interpretation und Improvisation lässt.

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