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Peter B. Smith
Fanfare, Vorspiel und Choral
Das Werk entstand 1986 für ein Gemeinschaftskonzert verschiedener Blasorchester
an einem Sonntagmorgen. Aufgrund nur weniger gemeinsamer Proben sollte das Stück
nicht zu schwierig sein. Außerdem enthält es - als sakralen Bezug - den Choral
„Großer Gott wir loben Dich“.
Nach einer blechdominierten Fanfare folgt ein cantilenes Andante Vorspiel, welches
schließlich zu dem bekannten Choral „Großer Gott wir loben Dich“ überleitet, der
die Komposition majestätisch beendet.
Erland M. Freudenthaler
Daemonia
Werkbeschreibung des Komponisten: Die Todsünden gehen auf Evagrius Ponticus zurück,
einen Mönch des 4. Jahrhunderts n. Chr. Er hatte auf kirchliche Ehren verzichtet und
sich in die Einsamkeit der Wüste zurückgezogen. Dort beschrieb er die „acht Gedanken
oder Dämonen“, die einen Mönch heimsuchen können: Gula, Luxuria, Avaritia, Ira,
Tristitia, Acedia, Gloria und Superbia. Zu Deutsch: Völlerei, Unkeuschheit, Habsucht,
Zorn, Trübsinn, Faulheit, Ruhmsucht und Stolz.
Im späten 6. Jahrhundert nahm Papst Gregor die Vorstellung der „acht Dämonen“ auf,
reduzierte sie auf die mystische Zahl sieben, indem er „Ruhmsucht“ und „Stolz“ zu
„Hochmut“ sowie „Traurigkeit“ und „Faulheit“ zu „Trägheit“ zusammenfasste und den
„Neid“ hinzufügte. Die so entstandene Reihe der sieben Todsünden machte er nun auch
für gewöhnliche Gläubige zu einer Art Kanon.
Ich wollte allerdings keine religiös motivierte Komposition schreiben. Daher habe ich
die ursprünglichen acht Sünden in meinen Miniaturen für Blasorchester ausgedeutet.
(Ein Mönch und ein Komponist haben manches gemeinsam. Die Gefahren der genannten „Dämonen“
sind mir also durchaus bekannt...)
Wie bei einigen Werken zuvor, habe ich auch diesmal wieder für die Materialfindung
das Alphabet unter die chromatische Tonleiter gelegt.
Man kann bei dieser Methode sehr gut Wörter „vertonen“: Man braucht dazu nur die
Buchstabenfolge als Tonfolge ablesen. Bei den „8 Dämonen“ ergeben sich folgende Motive:
Mir ist das musikalische Grundmaterial (die Tonfolge, ein Motiv, eine Reihe etc.) relativ egal.
Ich lasse mich außerdem gerne überraschen, welche Tonfolgen sich ergeben. Was man damit
anschließend macht, ist für mich viel interessanter. Dennoch: Weil manche Buchstaben in den
8 Wörtern öfters vorkommen (z.B. enden alle Wörter mit Buchstaben „A“, also Ton „c“). ergibt
sich eine interessante Geschlossenheit und Beziehung der Motive untereinander.
Die Oboe verbindet mit ihrem Dauer-Kammerton „a“ die 8 Stücke. (So, als wären die Sünden –
die „schmutzige Wäsche“ – an einer Wäscheleine aufgehängt...)
Die Tempobezeichnungen sind eher Charakterbezeichnungen und sind daher dem Interpreten
überlassen.
Der Komponist
Der Linzer Erland M. Freudenthaler, Jahrgang 1963, zählt mittlerweile zu den etablierten
österreichischen Komponisten und Dirigenten der jüngeren Generation. Er arbeitet und lebt
mit seiner Familie in Linz/Oberösterreich.
Seine Studien in Klavier, Dirigieren und Komposition absolvierte er in Linz und an der
University of Michigan/USA.
Zu seinen wichtigsten Lehrern zählt er u.a. den Oberösterreicher Gunter Waldek sowie den
US-Amerikaner William Albright.
Der Träger mehrerer Preise und Auszeichnungen ist Professor für Theorie und Komposition,
unterrichtet Tonsatz und „Freie Improvisation“ und ist seit 2001 Leiter des Instituts für
Künstlerische Basisstudien (KBS) an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz.
Seine Werkliste umfasst an die 100 Werke aus allen Sparten. Der Schwerpunkt seines
bisherigen Schaffens liegt auf verschiedene Besetzungen von Kammermusik, Chor- und
Gesangsensemblemusik sowie Werke für symphonisches Blasorchester.
Das Gründungsmitglied des Vokalensembles StandArt, welches sich ganz der Musik der Moderne
verschrieben hat, ist als Dirigent ebenfalls auf die Aufführung Neuer Musik spezialisiert.
Kompositorisch lässt sich Freudenthaler kaum einordnen. Er versucht, wie er selbst sagt,
„nach jedem Werk als nächstes etwas ganz anderes zu machen“: Die Programmzeitung „Brucknerhaus
Heute“ fasste das 1994 so zusammen:
„Stilistisch vielfältig, versucht Freudenthaler auch durchaus unterhaltenden Musiksprachen
Raum zu geben. Neben Dodekaphonie und serieller Technik, neben Minimal Music und Freitonalität
finden Sich immer wieder U-Musik-inspirierte Passagen in einigen Werken. Seine breit gefächerte
Ausbildung und die vielfältigen Interessensgebiete geben ihm die Möglichkeit, sich nicht an
einem engen Kunstbegriff zu orientieren, sondern ständig weiterzusuchen, auszuprobieren, und
zu originellen, überraschenden Ergebnissen zu gelangen.“
Peter B. Smith
Celtic Suite
Walzer; Lament; Jig
Eine keltische Suite in drei Sätzen: der Walzer im 3/4- und S/4-Rhythmus spiegelt keltische
Lebensfreude; der zweite Satz verkörpert die tiefe und nachdenkliche Melancholie eines
Trauergesanges. Die Suite endet mit einer lebendigen und stürmischen Jig.
Qu Chenjiu
Song of Qiang Nationality
Der chinesische Komponist Qu Chenjiu schuf mit seinem Werk „Song of Qiang Nationality“
ein beeindruckendes Werk für Soloklarinette und sinfonisches Blasorchester.
Der Volksstamm der Qiang umfasst eine Bevölkerungszahl von ca. 198.000 Menschen und lebt
in der Provinz Sichuang (Volksrepublik China). Die gesprochene Sprache entspricht der
chinesisch-tibetanischen Sprache. Eine geschriebene Sprache existiert nicht. Die Qiang
leben in den Bergregionen vor allem von der Landwirtschaft. Außerdem sind die Qiang Meister
in der Herstellung der traditionellen chinesischen Medizin.
Gustav Mahler, arr. Peter Fister
Hymnus
nach dem 6. Satz der 3. Sinfonie
Gustav Mahler (1860 - 1911) komponierte seine 3. Sinfonie zwischen den Jahren 1893 - 1896.
Der sechste Satz wurde 1897 in Berlin zum ersten Mal von Felix Weingartner aufgeführt.
Der Satz trägt die Bezeichnung Langsam, Ruhevoll und eignet sich sehr gut als Fassung für
das sinfonische Blasorchester.
Jörgen Welander, arr. Reinhard Summerer
Just meeting you
Eine ruhige und gefühlvolle Ballade für Solo-Tuba und Blasorchester.
Der Komponist Jörgen Welander (*1966) wurde in Schweden geboren, lebt seit vielen Jahren
in Deutschland und ist als freiberuflicher Tubist und E-Bassist tätig. Nach seinem Studium
an der Musikhochschule in Freiburg setzte er seine Karriere als erfolgreicher Jazzmusiker
fort.
Er gehört zu den wenigen Tubisten in Deutschland, der die Tuba professionell in den populären
Stilrichtungen einsetzt.
Ronan Hardiman, arr. Daniel Heusehen
Symphonie Suite from „The Lord of the Danee“
Nightmare; Suil a Ruif1; Breakout; Lament; Victory
Das irische Tanzspektakel „The Lord of the Dance“ feiert schon seit Jahren überwältigende
Bühnenerfolge. Hier wird mit großem Tanz-Ensemble, faszinierendem Licht-Design und spannender
Choreografie eine alte irische Legende vom Kampf der guten gegen die bösen Mächte nacherzählt.
Die Geschichte der magischen Flöte, die durch ihren mystischen Klang und ihre wunderschönen
Melodien das Leben erweckt ...
Jörgen Welander, arr. Reinhard Summerer
Cool Cat
Eine optimistische Funky-Komposition in der etwas ungewöhnlichen Kombination von Tuba und
Blasorchester, die dem Solisten viel Spielraum zu eigener Interpretation und Improvisation lässt.
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